Geschichte

er Orpheus Chor wurde 1986 von einer Gruppe singbegeisterter junger Frauen und Männer gegründet. Dass nicht ein Chordirigent den Chor ins Leben rief, sondern Sängerinnen und Sänger selbst, war damals ein Novum. Einige der Gründungsmitglieder singen noch heute im Chor. Sie bilden sozusagen die tragende Basis, sorgen für Kontinuität und halten die Idee, den Chormitgliedern möglichst viel Mitwirkung und Mitsprache einzuräumen, als Tradition aufrecht.

 

Doch lassen sich auch immer wieder junge Sängerinnen und Sänger für das Erarbeiten anspruchsvoller Chorliteratur begeistern. Im Moment besteht der Chor aus etwa 80 Aktiven.

Für die Konzerte, die ein bis zwei Mal im Jahr stattfinden, werden professionelle Solistinnen und Solisten und die besten Orchester der Region Bern oder auch aus dem Ausland engagiert. Daneben ist es uns ein Anliegen, auch jungen, talentierten Nachwuchssolisten eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten.35 Jahr 

Neben bekannten Werken  (Dvorak/Stabat Mater, Schubert/Messen, Bach/Magnificat u.a.), hat sich der Chor zum Ziel gesetzt, auch selten gespielte Werke beliebter, aber auch weniger bekannter Komponisten aufzuführen (Poulenc, Martinu, Honegger, Strawinsky, Rheinberger, Suter u.a.). Ein besonderes Ereignis war im Jahr 2010 die Schweizer Erstaufführung des Oratoriums „Voices of Light“, das der amerikanische Komponist Richard Einhorn zum Stummfilm „La Passion de Jeanne d'Arc“ von K.T. Dreyer geschrieben hat. 

Im Sinne der Freude an Neuem stand 2016 ebenfalls eine Erstaufführung auf dem Programm: Die Messa a quattro von Giovanni Simone Mayr, welche in der Folge als CD produziert wurde. 2019 führte der Chor den Samuele von Simone Mayr auf, ein bislang als verschollen gegoltenes Werk.

Die Bereitschaft zu Neuem und Experimentierfreude zeichnen den Chor aus, der sich damit im Laufe der 38 Jahre seines Bestehens einen wichtigen Platz im Musikleben der Stadt Bern geschaffen hat.